Der Tourismus muss wieder stärker in den Mittelpunkt der kommunalen Politik rücken. Die Ereignisse rund um die mediale Berichterstattung im vergangenen Winter haben gezeigt, wie schnell Vertrauen, Image und wirtschaftliche Grundlage verspielt werden können. Ein solches Fiasko darf sich nicht wiederholen. Unsere Tourismusbetriebe müssen die Chance bekommen, gerade auch im Winter zu zeigen, was sie leisten können. Berchtesgaden lebt nicht nur vom Sommer – ein funktionierender Wintertourismus ist entscheidend für Arbeitsplätze, Wertschöpfung und ganzjährige Stabilität.
Deshalb muss der Fokus wieder klar auf den Wintertourismus gelegt werden. Jeder weitere schwache Winter und jeder erneute Einbruch führen zu weiteren Betriebsschließungen. Und noch mehr Schließungen bedeuten am Ende zwangsläufig eines: Berchtesgaden droht zum reinen Ein-Saison-Ort zu werden. Diese Entwicklung wäre fatal – wirtschaftlich wie strukturell. Dem muss entschieden entgegengewirkt werden.
Für die BBG ist dabei klar: Tourismus darf nicht vom Schreibtisch aus verwaltet werden. Die Touristiker müssen wieder „an die Front“. Praktische Erfahrung, Nähe zu den Betrieben und ein realistischer Blick auf das Machbare müssen die Grundlage aller Entscheidungen sein. Nur so kann der Tourismus wieder zu dem werden, was er für Berchtesgaden sein muss: ein starker, verlässlicher Motor für die gesamte Gemeinde – das ganze Jahr über.
