Die Integration der Berchtesgadener Heimatkunst vom Landratsamt in unseren Tourismusverband kann (ähnlich dem Erzgebirge) nun noch besser zur Identitätsstiftung besetzt werden. Das Heimatmuseum muss aktiv beworben werden (Externe Hilfestellungen annehmen).
Wir halten es für fatal, sog. „freiwilligen Leistungen“ für Vereine etc. in die Manege zu werfen, wenn es finanzielle eng wird. Dann müssen andere Kostenpositionen vorher geprüft werden. Das darf (wie bisher auch) nur „ultima ratio“ sein.
Die BBG steht für Tradition. Für das Brauchtum das Vereinsleben und das Ehrenamt. Wir wollen Traditionen behalten. Das geht auch bis zum Erhalt von Straßennamen. Wir sdin strikt gegen eine Umbenennung der Hindenburgallee und denken auch, dass der Gemeinderat das entscheiden sollte.
Die BBG steht für eine lebendige Heimat mit klarer Identität. Die Integration der Berchtesgadener Heimatkunst aus dem Landratsamt in den Tourismusverband eröffnet die Chance, unsere regionale Besonderheit deutlich stärker sichtbar zu machen – vergleichbar mit erfolgreichen Modellregionen wie dem Erzgebirge. Diese kulturelle Eigenständigkeit stiftet Identität und schafft zugleich Mehrwert für Einheimische wie Gäste. Das Heimatmuseum Berchtesgaden muss dabei eine deutlich aktivere Rolle spielen und gezielt beworben werden. Externe fachliche Unterstützung anzunehmen, sehen wir nicht als Schwäche, sondern als sinnvolle Ergänzung, um das vorhandene Potenzial besser zu nutzen.
Gleichzeitig ist uns ein verantwortungsvoller Umgang mit den Gemeindefinanzen wichtig. Wir halten es für fatal, sogenannte freiwillige Leistungen – insbesondere für Vereine, Ehrenamt und kulturelles Leben – vorschnell in Frage zu stellen, sobald es finanziell enger wird. Diese Leistungen sind das Rückgrat unserer Gemeinschaft. Bevor hier gekürzt wird, müssen andere Kostenpositionen kritisch geprüft werden. Einschnitte bei Vereinen dürfen – wie bisher – nur die absolute Ausnahme und damit ultima ratio sein.
Die BBG steht klar für Tradition, Brauchtum, ein starkes Vereinsleben und gelebtes Ehrenamt. Diese Werte prägen unsere Gemeinde und machen sie lebenswert. Tradition bedeutet für uns auch, Bestehendes nicht leichtfertig aufzugeben. Das gilt ausdrücklich bis hin zum Erhalt historisch gewachsener Straßennamen. Wir lehnen eine Umbenennung der Hindenburgallee strikt ab und sind der Auffassung, dass solche Entscheidungen in die Verantwortung des Gemeinderats gehören.
Tradition heißt für uns jedoch nicht Stillstand. Maßvolle Weiterentwicklung im Einklang mit dem Ortsbild ist möglich und notwendig. Für sinnvolle Veränderungen sind wir offen – allerdings mit klaren Leitplanken. Die gute Stube unserer Fußgängerzone darf nicht zu einem sauberen, modernen, aber gesichtslosen Zentrum werden. Charakter, Vielfalt und Aufenthaltsqualität müssen erhalten bleiben. Wenn wir als Gemeinde dazu beitragen können, einen ausgewogenen und funktionierenden Handelsmix im Zentrum zu sichern, dann müssen wir diese Verantwortung auch wahrnehmen.
Unsere Haltung ist klar: Unsere Heimat bewahren – mit Maß, Haltung, aber auch Offenheit. Die aktuellen Diskussionen zeigen zudem, dass Personenkult – gleich welcher Art – nicht mit heutigen Maßstäben, sondern oft erst rückblickend bewertet wird. Umso wichtiger ist es, besonnen, verantwortungsvoll und mit Blick auf die Zukunft zu entscheiden.
