Die BBG steht für Ehrlichkeit und Verlässlichkeit. Dazu gehört auch, offen auszusprechen, was nicht gelungen ist. Die Entwicklung von sogenanntem „bezahlbarem Wohnraum“ war bislang nicht erfolgreich. Das Projekt in der Salzburger Straße ist dafür ein deutliches Beispiel. Daraus ziehen wir Konsequenzen. Wir müssen unser kommunales Wohnbauwerk deutlich stärken, es gezielt mit Grundstücken ausstatten und gleichzeitig unsere Prioritäten realistisch hinterfragen. Für uns gilt der Grundsatz: Lieber 50 sanierte Wohnungen jetzt, als 80 Neubauwohnungen irgendwann – oder gar nie.
Eine Schlüsselrolle spielt dabei die Entwicklung des ehemaligen Schwesterwohnheims. Dieses Projekt entscheidet maßgeblich über die wohnungspolitische Zukunft der Gemeinde. Hier dürfen keine Chancen verspielt werden. Alle Möglichkeiten müssen geprüft und genutzt werden. Für die BBG ist dabei auch ein sinnvoller Mix aus Sanierung und Neubau ausdrücklich vorstellbar. Entscheidend ist nicht die Ideologie, sondern das Ergebnis: An diesem Standort muss dringend neuer Wohnraum entstehen.
Grundsätzlich vertreten wir die klare Haltung, dass gemeindliche Liegenschaften künftig nicht mehr einfach veräußert werden sollten. Reine Verkäufe aus kurzfristigen finanziellen Überlegungen lehnen wir ab. Stattdessen setzen wir auf kooperative Entwicklungsmodelle, bei denen die Gemeinde dauerhaft Einfluss behält und Wohnraum im Sinne der Allgemeinheit entsteht.
Darüber hinaus braucht es mehr Mut zur Nachverdichtung. Baulücken müssen konsequenter genutzt, bestehende Gebäude – wo sinnvoll – aufgestockt werden. Gleichzeitig plädieren wir für notwendige Reformen beim Bauen im Außenbereich. Auch hier braucht es pragmatische Lösungen, die den realen Bedürfnissen der Menschen gerecht werden und gleichzeitig verantwortungsvoll mit Landschaft und Flächen umgehen.
Unser Anspruch ist klar: Wohnpolitik muss ehrlich, machbar und wirksam sein – damit Wohnen vor Ort wieder eine realistische Perspektive hat.
